Torres del Paine – Gletscher, Sturm, Eisberge – WOW!

By 12. April 2014Chile, Reiseberichte, Südamerika

Der bekannteste Chilenische Nationalpark ist Torres del Paine, der mir auf meiner Chile Reise mit seinen unbeschreiblich schönen Landschaften den Atem geraubt hat – allein schon wen ich die Namen Balmaceda Glacier, Serrano River oder Salto Grande Waterfall höre bekomme ich direkt Fernweh. Obwohl einige dieser Sehenswürdigkeiten bereits im Bernardo O’Higgens Nationalpark liegen, werden diese meist als Highlights vom Torres del Paine Nationalpark kommuniziert – aber egal. Gestartet bin ich von Puerto Natales mit BlueGreenAdventures – die man beruhigt buchen kann. Da ich immer sehr spontan reise hatte ich eine Abfahrt für den Folgetag angefragt und wurde dann auf Übermorgen vertröstet was für mich kein Problem war. So konnte ich in Ruhe Puerto Natales in Chile erkunden.

Torres del Paine – Die Türme des blauen Himmels in Patagonien

Der Eintritt in den 2.400 Quadratkilometer großen Nationalpark kostet 18.000 CPL was ungefähr 24 Euro entspricht.
Für meinen 3-tägigen Ausflug habe ich festes Schuhwerk, Pullover, Fleece-Jacke, Windjacke, Mütze und Schal dabei. Ein paar Shirts und eine lange Jeans. Da ich vorwiegend in den erbauten Unterkünften übernachte, brauche ich keine Zeltausrüstung und muss mir nachts auch keinen abfrieren. Aber wer es abenteuerlich mag, der darf hier auch gern die Erkundung auf eigene Faust planen und sein Lager auf den Campingplätzen aufschlagen.

Beste Reisezeit für Torres del Paine Nationalpark & Bernardo O’Higgens Nationalpark

Wie schon angesprochen kannst du die Tour bequem mit einem Veranstalter buchen. Hier werden Unterkünfte, Fahrer und alles direkt organisiert. Wer auf eigene Faust z.B. Zelten möchte, der sollte dann die sogenannten „W-Trek“ machen. Die beste Zeit für einen Besuch im Nationalpark ist von September bis April – das ist quasi der Sommer in Süd-Chile. Die meisten Touristen kommen im Dezember den Park besuchen, erklärt mir mein Guide. Empfehlenswert sind 3-4 Tage für Torres del Paine Nationalpark einzuplanen. Am liebsten wäre ich aber viel viel länger geblieben.

Ein ganzer Van nur für mich!

Nun gut, die Tour ging los. Man holte mich mit einem riesigen Chevrolet Van ab und ich war überrascht, dass ich tatsächlich komplett alleine auf der Tour bin. Es gab lediglich den Fahrer und einen Übersetzer für Englisch und Spanisch der seinen Job ziemlich gut gemacht hat. Erster Stop war der Devils Chair danach folge die riesige Höhle Cueva del Milodón, danach folgten: Salto Grande Waterfall, Grey Glacier und der Serrano River – also die klassischen Sehenswürdigkeiten im Torresl del Paine Nationalpark.

 

Sehenswürdigkeiten im Torresl del Paine Nationalpark

Devil’s Chair 

Der erste Stopp war am „Devils Chair“  ca. 24 Kilometer von Puerto Natales entfernt. Der Fels ist unter dem Namen „Silla del Diablo“ bekannt und gehört zur Felsformation zu der auch die Milodón-Höhle gehört. Nicht weit von hier entfernt liegt auch der  „Bernardo O’Higgins Nationalpark“ ; und das Alacalufes National Reserve, welches auch für seine Fjorde und Berge sehr bekannt ist.

Devils Chair im Torres del Paine Nationalpark - Südamerika - Chile

Devils Chair im Torres del Paine Nationalpark – Südamerika – Chile @ PhotoTravelNomads.com

Cueva del Milodón

Wir fuhren weiter zur Cueva del Milodón, eine 200 Meter lange Höhle die erst 1859 entdeckt wurde – Ihre Größe war wahnsinnig aber irgendwie war es halt nur eine große Höhle ohne wirkliche Highlights. Weiter ging es dann Richtung  Cerro Paine Grande, dem größten Berg in dem Nationalpark. Auf dem Weg dort hin begegneten wir Schäfern mit Unmengen an Schafen, Guanakos (Lamas) und wunderschönen Flüssen und Landschaften und in der Ferne erkennt man bereits die „Türme den Blauen Himmels“ – die wohl bekannteste Felsformation in Patagonien.

Torres del Paine - Schafe

Torres del Paine – Schafe © PhotoTravelNomads.com


Cueva del Milodón im Torres del Paine Nationalpark - Südamerika - Chile

Cueva del Milodón im Torres del Paine Nationalpark – Südamerika – Chile © PhotoTravelNomads.com


Lago Sarmiento im Torres del Paine Nationalpark © PhotoTravelNomads.com

Lago Sarmiento im Torres del Paine Nationalpark © PhotoTravelNomads.com


Torres del Paine - Rundreise in Chile - Südamerika

Cherro Grande – Torres del Paine Nationalpark © PhotoTravelNomads.com

 Der Lago Sarmiento im Torres del Paine Nationalpark erinnert mich zudem auch an Lake Pukaki & Lake Tekapo in Neuseeland.

Salto Grande Waterfall

Am Salto Grande Waterfall war ich von den Wassermassen und dem starken Wind beeindruckt. Die Wassertropfen peitschten mir ins Gesicht und ich konnte ganz ohne Probleme im 45° Winkel nach vorn gebeugt gegen den Wind laufen. Definitiv ein Spaß! Weiter ging es dann durch beeindruckend ausgebrannte Waldfläche. Übrig geblieben sind lediglich weiße Baumstämme und Äste – ein Brand hat hier wohl alles zerstört. Hier hätte ich gern ein paar weitere Fotos gemacht aber wir hatten leider etwas Zeitdruck und mussten weiter.

Salto Grande Waterfall Patagonien

Salto Grande Waterfall Patagonien

Bernardo O’Higgens Nationalpark

Oftmals wird der Bernardo O’Higgens Nationalpark mit angefahren und fälschlicher Weise als Torres del Paine gehalten, aber im grundegenommen auch kein Problem – hier sieht alles gleich aus und das meine ich in keiner Weise negativ!

Grey Lake & Balmaceda Glacier

Weiter ging es Richtung Grey Lake und dem Balmaceda Glacier, der bereits zum Bernardo O’Higgens Nationalpark gehört. Im Grey Lake (Lago Grey) See schwimmen riesige Eisblöcke umher, aber der Stand des Wassers sah aus als wäre hier gerade Ebbe. Man erklärte mir, dass im chilenischen Winter viel mehr Wasser hier sei und man gar nicht so einfach die Strecken entlang laufen kann, auf denen ich hier gerade entlang gewandert bin. Nach einem 2 stündigen Fußmarsch ganz dicht an den Gletscher ran ging es danach aber auch schon wieder in Richtung Unterkunft.

 

Mit dem Schlauchboot über den Serrano River

Am nächsten Morgen startet wir mit einer Tour im Schlauchboot auf den Serrano River, hier waren dann tatsächlich noch andere Menschen dabei. Die Tour endete mit einem typisch chilenischen Mittagessen bei den Locals, die sich hier anscheinend ein Restaurant ausschließlich für Touristen aufgebaut hatten. Es war authentisch – aber schon recht modern. Danach schipperten wir mit einem Boot Richtung  dem Startpunkt der Tour an dem ich wieder in meinem Hostel in Puerto Natales abgesetzt wurde.

Jetzt erst einmal Beine hoch und nichts tun! An dieser Stelle möchte ich den Franzosen ansprechen der sich mit mir die Nacht das Hostel-Zimmer geteilt hat, alter: Du schnarchst!! Aber sowas von!

Mein nächster Stop bei meinem Backpacking-Abenteuer in Chile war die Atacama Wüste. Hier habe ich mein erstes Erdbeben erlebt!

 

Chile Reiseblog:

Das war mein Chile Reisebericht #5 – weiter geht es mit Teil 6.

1. Der Beginn meiner Chile Rundreise: Santiago, Cerro San Cristobal & Bellavista
2. Maipu Street & das Schiffswrack in Punta Arenas
3. Punta Arenas Whale Watching Tour mit WhaleSound
4. Der Startpunkt zum Torres del Paine: Puerto Natales
5. Sturm & gigantische Landschaften im Torres del Paine & Grey Glacier
6. Das Erdbeben in Chile – Erdbeben Erfahrungsbericht
7. Regen in der Atacama Wüste & der Sternenhimmel
8. Laguna Cejar – die Lagune in mitten der Wüste
9. Tagesausflug Geyser del Tatio
10. Meteoritenmuseum
11. Mountainbike Tour in der Atacama
12. Sand Boarding im Death Valley der Atacama Wüste
13. Vulkanwanderung zum aktiven Vulkan Lascar
14. Tal des Mondes – Sonnenuntergang am Moon Valley
15. Salar de Uyuni Tour – Die Reise in die Salzwüste von Bolivien
16. Die Osterinsel Rapa Nui – Moais und die Höhle zum Meer

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Wenn Dir Chile gefällt, dann vielleicht auch Norwegen?

 

 

Meine Bewertung:

  • Allgemeiner Eindruck::
    5 von 5 Punkten
  • Landschaften::
    5 von 5 Punkten
  • Städte::
    2 von 5 Punkten
  • Schwierigkeitsgrad::
    2 von 5 Punkten
  • Foto-Motive::
    5 von 5 Punkten
  • Empfohlene Reisedauer::
    mind. 4 Tage inkl. Ausflüge

Atacama

Patagonien

Osterinsel

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