Salar de Uyuni Tour von San Pedro de Atacama in die Salzwüste von Bolivien

By 22. April 2014Bolivien, Chile, Südamerika

Die Salar de Uyuni Tour ist eine Must See Sehenswürdigkeit für San Pedro de Atacama.  Die Tour führt Richtung Bolivien und wieder zurück nach Chile. Eine Tour mit 3 Übernachtungen.Gefühlte 4 Tage saßen wir im Auto – ein großer SUV von Toyota – und sind gefahren und gefahren.

4 Tage Salar de Uyuni Tour – hin und zurück.

Unsere Reisegruppe

Die Truppe mit der ich zusammen reisen durfte war super. 3 Engländer und 2 Damen aus Chile selbst. Wir haben uns alle auf Anhieb gut verstanden und jede Menge Spaß gehabt. Unser Fahrer „Jesus“ war sowieso der Beste und hatte uns die ersten 3 Tage, ab der Grenze zu Bolivien sicher durch die Wüsten, Salzseen und Berge geführt.

Auf der Reise hatten wir Unmengen an wunderschönen Orten entdeckt. Flache Seen ohne Wellen mit bunten Farben mit außergewöhnlichen Panoramen wie beispielsweise Berge oder eine ganze Schar von ca. 1.000 Flamingos , die da einfach ganz entspannt abchillen.

Unterschiede zwischen den Touranbietern

Es gibt diverse Touranbieter für die Tour nach Bolivien – manche fahren nur nach Uyuni, manche auch wieder zurück nach San Pedro de Atacama – preislich nehmen sie sich alle nicht viel und von den Leistungen würde ich sagen, dass auch alle das gleiche anbieten. Alle Touren finden in Toyota SUVs/Jeeps statt und die Unterkünfte sind in der Regel 4-8 Mann Schlafsäale in ganz einfachen Hütten. Nachts wird es schon ordentlich frisch – ich empfehle daher mindestens einen guten Pullover oder eine dickere Fleece-Jacke dabei zu haben.

Los mit dem Spaß ging es eigentlich schon am Grenzübergang…

Folgendes Programm hatte ich für rund 200 USD gebucht bei Colque Tours gebucht.

Salar de Uyuni Tour von San Pedro de Atacama in die Salzwüste von Bolivien

Tourverlauf

1st Day: San Pedro de Atacama (08:00 hrs.), Migration and Entrance to National Reservation, visit to White and Green lagoon, Hot springs, Geysers „Sol de mañana“, Red Lagoon and basic refuge.
2nd Day: Siloli Desert, Stone tree, Lagoons (Ramaditas, Hedionda and Cañapa) and altiplanic towns, hostal in front of Dry salt lake.
3rd Day: Visit to Uyuni Dry Salt Lake, Incahuasi Island (well know as Fish Island), handy crafts made in salt, Uyuni arriving at 13:00 hrs. aprox.
4th Day:  Return to San Pedro de Atacama

PS. die Salar de Uyuni Tour gehört zu den Sehenswürdigkeiten in San Pedro de Atacama die man gemacht / gesehen haben muss.

Ich wurde also um 8.00 Uhr morgens von meinem Hostel in San Pedro de Atacama abgeholt. Man hatte ja das unwohle Gefühl, dass man das vorab bezahlte Geld im Büro der Agentur nicht mehr wieder sieht und auch kein Fahrer kommt. Aber siehe da, 10 vor hupte ein großer moderner Transporter und ich durfte als erstes Platz nehmen. Wir hielten an mehreren Hostels und immer mehr Leute stiegen hinzu. Die Stimmung war bereits im Bus recht locker, alle stellten sich vor und versuchten zu kommunizieren. Schlussendlich waren es 3 Engländer und 2 Chilenen die hinzukamen. Am Grenzausgang von Chile luden wir das Gepäck aus, zeigten unsere Pässe und durften durch. Manche wurden noch mal gesondert durchsucht und mussten Ihre Koffer/Rucksäcke ausräumen.
Dann ging es weiter zur bolivianischen Grenze.

 

Grenzübergang von Chile / San Pedro de Atacama -> Bolivien

Dort steht ein kleines Häuschen und dieser verlassene Bus (siehe Foto). Dort wird jeder Tourist erst einmal zur Kasse gebeten und man tauscht die Fahrer und Autos. Also alles wieder raus aus dem Transporter und rein in den Geländewagen. Die eingegroovte Federung des Toyotas war super. Schön weich… Hier lernten wir unseren neuen Fahrer kennen: JESUS heißt er. Das war natürlich voll das Highlight für uns. Er war super witzig drauf und versuchte mit seinem Englisch mit uns zu kommunizieren. Er habe wohl Englisch auf all seinen Fahrten gelernt und man merkte ihm an, dass er voll Spaß dabei hat. So lob ich mir das!

Boliviens Landschaft & soziale Unterschiede zu Chile

Die Landschaft unterscheidet sich nicht besonders stark der von Chile, aber was einem auffällt sind die unterschiedlichen sozialen Verhältnisse. In Bolivien spült man in den meisten Unterkünften / teilweise auch den Restaurants die Toiletten noch per Hand mit einem Wassereimer. Dass man in Chile fast überall auf dem Land kein Papier in die Toilette werfen darf ist ja noch okay.. aber Wasser in einem Eimer durch die Gegend tragen war dann doch nicht so meins.

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Bus am Grenzübergang Chile -> Bolivien © PhotoTravelNomads.com

Salar de Uyuni Tour - von San Pedro de Atacama nach Bolivien © PhotoTravelNomads.com

Salar de Uyuni Tour – von San Pedro de Atacama nach Bolivien © PhotoTravelNomads.com

 

Unsere Unterkunft irgendwo in Bolivien

Vorbei an unzähligen Seen und Geysiren sind wir dann mehreren Stunden Fahrt in der ersten Unterkunft angekommen. Unser Jesus wurde dann zum Koch umfunktioniert und es gab einen riesigen Topf Spaghetti, der leider zu schnell leer war. Geschlafen wurde in einem 8 Mann Zimmer – hier hat zum Glück keiner geschnarcht und wenn dann nur ich, aber das war mir egal. Wir hatten noch die Möglichkeit vor Sonnenuntergang das Areal zu erkunden und sind dann im Umkreis von bestimmt 3-5 Kilometern alles abgelaufen. Es gab einen See der von hunderten Flamingos bewohnt wurde. Direkt am See gab es ein kleines Musuem mit einem Wachmann. Der Eintritt betrug ein paar Bolivianos – leider kann ich keine Angaben dazu machen, aber es war unglaublich wenig!

Wildschwein in der Wüste?

Früh am Morgen bin ich vor Abreise noch etwas das Camp erkunden gegangen und stand doch tatsächlich mit Blickkontakt Auge in Auge mit einem Wildschwein, welches sich gerade in den Mülltonnen nach etwas essbaren umgeschaut hat. Wir haben uns angeschaut aber ich bin dann langsam aber sicher wieder weggelaufen – sicher ist sicher. Wo kam das denn her? Hier gibt es nicht mal Bäume  geschweige denn einen Wald. War es ein Wüstenwildschwein???

Mit einem Zwischenstopp an einer heißen Quelle, in der man ein schönes Bad nehmen konnte sind wir dann unendliche Kilometer gefahren. Die Quelle war gute 40° Grad Celsius warm – nur draußen war es mit knapp 10° Grad etwas frisch. Es gab Bier und einen heißen Pool in der kalten Wüste? Hammergeil.

Siloli Wüste und der Stein Arbol de Piedra

Als wir dann in der Siloli Wüste angekommen sind stand da dieser merkwürdige Stein – sah an für sich aus wie der Kopf einer Rose, nur halt in ganz groß. Die Bolivianos nennen diesen Stein: „Arbol de Piedra“ – Der Baum aus Stein.

Arbol de Piedra in Bolivien

Arbol de Piedra in Bolivien © PhotoTravelNomads.com

Weiter ging’s: Vorbei an Lagunen, Wüsten und Berge.. ich will nicht sagen dass es langweilig wurde, aber ich muss die sich immer wieder wiederholende Landschaft der Superlative ja nicht nochmals erwähnen. Mitten im Nirwana waren wir dann plötzlich in einem Dorf und hielten an. Treffpunkt war hier der örtliche Spätkauf. Hier gab es Geburtstagsluftschlangen, Zigaretten, Bier, Wasser.. eigentlich von A-Z gab es alles – sogar kleine abgepackte „Toilettenpapier Einheiten“.

Ein Haus als Salz

Das Abendlager an diesem Tag war dann ein Haus, welches komplett aus Salz erbaut wurde. Logisch für die Gegend – man nutzt einfach vorhandene Baumaterialen.
Das Haus machte einen stabilen Eindruck, auch die Betten waren aus Salz – die dünne abgelegene Matratze hingegen machte keinen guten Eindruck und sorgte für einen unbequemen Schlaf. Die Zimmer hier wurden jeweils mit 2-3 Personen anderen geteilt – aber mittlerweile verstand man sich ja mit seiner Truppe so gut, dass das kein Problem darstellte.

1000 Jahre alte Kakteen – Die Kaktusinsel in der Salzwüste

Am nächsten Morgen sind wir bereits vor Sonnenaufgang aufgebrochen, denn das erste große Ziel war weit weg .. : Die Kaktusinsel in der Salar de Uyuni – und das vor Sonnenaufgang, damit wir diesen von dort genießen konnten. Eine sehr gute Idee. Aus Fotografensicht gab die Insel und gerade der Sonnenaufgang einiges her. Da ich aber ein Langschläfer bin, war mir das schon echt zu früh – aber Augen zu und durch – äh Augen auf, sonst verpasse ich ja diese wundervolle Kulisse. Als dann die ersten Sonnenstrahlen auf meiner Haut zu spüren waren hatte man auch endlich etwas von dieser abnormalen Salzwüste gesehen.
Einige der Kakteen sind über 1.000 Jahre alt!

Salar de Uyuni – die größte Salzwüste der Welt

Alles war weiß – bis zum Horizont eine klare weiße Fläche. Hier konnte man die lustigen Touri-Fotos schießen, denn eine richtige Perspektive gibt es nicht. Man stellt einfach die Kamera auf den Boden zoomt etwas ins Bild – eine Person im Vordergrund – die anderen im Hintergrund. Durch die gleichmäßige Beleuchtung durch die knallende Sonne und dem weißen Boden sieht es so aus als würden die Menschen im Hintergrund Miniatur-Menschen sein und der Jenige im Vordergrund in der Größe von King Kong. Schon echt witzig. Jesus hatte dann lustiger Weise ein paar Spielfiguren ausgepackt mit denen wir abgefahrene Fotos machen konnten. Geile Idee! Die wohl beste Brennweite wäre hier irgendetwas ab 50mm gewesen. Aber ein Weitwinkel tut es auch..

Salar de Uyuni Tour - von San Pedro de Atacama nach Bolivien © PhotoTravelNomads.com

Salzwüste – Salar Uyuni Tour- Bolivien – South America © PhotoTravelNomads.com

Übrigens: nicht auf den Boden legen! Das Salz ist feucht und geht auch recht schwer wieder von den Klamotten ab. Die Fußmatten aus dem SUV helfen hier wunderbar.

Danach sind wir dann an einem Dörflein angekommen und konnten uns mit Souvenirs des Landes eindecken – den Ramsch gibt es überall, ob das nun in Chile oder Bolivien gekauft wurde konnte ich nicht unterscheiden. Super interessant fand ich aber die Straßenküche und den im Dreck spielenden Jungen, den ich natürlich fotografieren musste – süßes Kerlchen!

Straßenküche in Bolivien © PhotoTravelNomads.com

Straßenküche in Bolivien © PhotoTravelNomads.com

Cementerio de trenes — Der Zugfriedhof bei Uyuni

Cementerio de trenes in Bolivien - Der Zugfriedhof PhotoTravelNomads

Cementerio de trenes in Bolivien – Der Zugfriedhof © PhotoTravelNomads.com

Kurz vor Uyuni gab es dann noch den Zugfriedhof (Cementerio  de trenes). Hier stehen unzählige verlassene und mittlerweile stark verrostete Züge und Güterwagons. Natürlich mussten wir auf diesen rumklettern und alles austesten.
Ich wäre hier gern bei Sonnenuntergang nochmal gewesen um schöne atmosphärische Fotos zu machen, denn in der Mittagssonne fotografiert es sich ja bekanntlicher Weise weniger gut.

Weiter ging es dann nach Uyuni mit kurzem Aufenthalt in der Stadt. Am Plaza Acre liegt das Stadtzentrum – aber an für sich ist die Stadt auch in wenigen Minuten abgelaufen.
Wir entdecken eine Bar mit „Free Wifi“ – genial. Die letzten 4 Tage war ich ja komplett offline – diese Gelegenheit wollte ich nutzen um ein paar Lebenszeichen zu senden.
Im Anschluss ging es dann auf direkten Wege wieder zurück nach nach San Pedro de Atacama. Leider wurde hier Jesus gegen einen sehr schweigsamen Fahrer eingetauscht der uns dann mehr oder weniger ohne Worte zu verlieren zurückgefahren hat.

Danach ging für mich der Trip leider wieder zurück in nach Santiago de Chile. Schließlich hatte ich einen Flug zur Osterinsel (Rapa Nui) gebucht.

 

Chile Reiseblog:

Das war mein Chile Reisebericht #12 – weiter geht es mit Teil 13.

Teil 1. Der Beginn meiner Chile Rundreise: Santiago, Cerro San Cristobal & Bellavista
Teil 2. Maipu Street & das Schiffswrack in Punta Arenas
Teil 3. Punta Arenas Whale Watching Tour mit WhaleSound
Teil 4. Der Startpunkt zum Torres del Paine: Puerto Natales
Teil 5. Sturm & gigantische Landschaften im Torres del Paine & Grey Glacier
Teil 6. Das Erdbeben in Chile – Erdbeben Erfahrungsbericht
Teil 7. Regen in San Pedro de Atacama & der Sternenhimmel
Teil 8. Laguna Cejar – die Lagune in mitten der Wüste
Teil 9. Tagesausflug Geyser del Tatio
Teil 10. Meteoritenmuseum in San Pedro de Atacama
Teil 11. Bike Tour in San Pedro de Atacama
Teil 12. Sand Boarding im Death Valley der Atacama Wüste
Teil 13. Vulkanwanderung zum aktiven Vulkan Lascar
Teil 14. Tal des Mondes – Sonnenuntergang am Moon Valley in San Pedro de Atacama
Teil 15. Salar de Uyuni Tour von San Pedro de Atacama in die Salzwüste von Bolivien
Teil 16. Die Osterinsel Rapa Nui – Moais und die Höhle zum Meer

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Fazit zur Salar de Uyuni Tour mit Colque:

Allgemeiner Eindruck:

Die Tour nach Bolivien war anstrengend aber auch enorm lustig. 4 Tage in einem Jeep zu verbringen oder in Salzhotels ohne Heizung zu schlafen ist nicht gerade jedermanns Sache. Ich fand es super!
Wir haben sehr viel entdeckt, erlebt, gesehen und fotografiert. Es gab immer genug Zeit um ein paar Fotos zu machen.

Landschaften:
WAHNSINN!

Städte:
In der Rubrik Städte würde ich jetzt allgemein die Dörfer und Unterkünfte zusammenfassen wollen. Die meißten Unterkünfte sind absolut minimalistisch. Kaum fließend Wasser, nur ein paar Stunden am Tag/Abend Strom. Die ganze Hygiene wird auf ein Minimum beschränkt. Ich sage mal: Kann mal machen.. sollte aber kein Dauerzustand sein

Foto-Motive:
Natürlich richtet sich die gemachte Tour nicht nach dem Fotografen. Am liebsten würde ich ja jeden Spot in der Dämmerung fotografieren, aber dann hätten wir wohl 30 Tage für die Tour gebraucht. Es gibt also sehr viel zu fotografieren &  zu sehen.

Beste Reisezeit

Die Salar de Uyuni kann ganzjährig besucht werden, jedoch kann es in den Wintermonaten (Juni- August) aufgrund von Schnee gerade die höher gelegenen Passagen und Sehenswürdigkeiten nicht erreichbar sind.

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