Osterinsel Reisebericht – Moais und die versteckte Höhle zum Meer

By 25. April 2014Chile, Osterinsel, Südamerika

Mein Osterinsel Reisbericht beginnt mit der Rückreise aus Bolivien, es geht nun nach Santiago de Chile um dort den Flug zur Osterinsel zu nehmen. Die Flugzeit beträgt ca. 4,5 Stunden – man fliegt ja immerhin 4.000 km weiter in den Pazifik hinein. In meinem Reisebericht von der Osterinsel  erzähle ich von den Statuen und Steinköpfen, den sogenannten Moais – wie man diese und den Eingang der Zwei Fensterhöhle an der Küste findet. Zudem wurde ich einem Stadtfest eingeladen und durfte einen Nachmittag mit den Locals zusammen feiern.

Osterinsel Reisebericht

 

Isla de Pascua bzw. Rapa Nui wie die Einwohner sie nennen.

Am frühen Abend angekommen habe ich mich entschlossen den Weg zum Hostel zu laufen. Ehrlicher Weise muss ich gestehen, dass ich gar kein Hostel gebucht hatte und auf gut Glück ein nettes freies Zimmer gesucht habe. Auf der Straße wurde ich von einem anhaltenden Auto gefragt ob man mich mitnehmen solle…

Hostel – Homestay – Unterkunft auf der Osterinsel

Nach ein paar Kommunikationsversuchen auf Englisch, Spanisch und mit Händen wurde mir ein Hostel empfohlen und ich wurde ich dann freundlicher Weise auch direkt dahin gefahren, total super! Die Hostelcheffin begrüßte mich herzlichst und zeigte mir das Zimmer. Das Zimmer war klein, sauber und einfach eingerichtet. Es gab sogar eine Dusche und ein WLAN, welches jedoch nicht mehr bis zu meinem Zimmer gereicht hat – schade. Abends bin ich dann noch mal losgezogen und habe in der „Stadt“ nach Essbaren gesucht. Ein kleines Sushi-Lokal hat mich dann überzeugt und ich habe mein letztes Geld dort investiert. Am nächsten Tag wollte ich mir neues am Automaten holen, was nicht soo einfach ist, denn die Automaten auf der Insel streiken des öfteren und werfen einfach kein Geld aus. Der Bargeldkreislauf auf der Insel scheint ein geschlossenes System zu sein.

In der Wifi-Zone des Hotels hatte man am nächsten Tag viele (3) andere Backpacker getroffen mit denen man schnell ins Gespräch kam. Den ersten Tag habe ich mit einem Leihfahrrad erkundet und bin die Westseite der Insel abgefahren. Einige Moais konnte man schon erkennen. Die Fahrräder bekommt man bequem an der Hauptstraße von Hanga Roa. Man sollte jedoch keine Hightech-Mountain Bikes erwarten, aber zum Cruisen auf der Insel reichen sie alle male.

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Ana Kakenga – die Zwei Fensterhöhle auf der Osterinsel

Höhleneingang Ana Kakenga - Osterinsel / Chile © PhotoTravelNomads.com

Das bekannte aber doch ziemlich versteckte Erdloch habe ich dann auch entdeckt und konnte ein schönes Selfie machen. Der Höhleneingang zur Ana Kakenga ist tatsächlich nur ein einfaches Loch im Boden. Kein Schild, kein gar nichts. Einfach eine Öffnung auf einer Wiese. Man krabbelt hinein und geht einige Meter unter der Erde entlang Richtung Wasser und schon steht man vor 2 großen Felsöffnungen in der Klippe unter der Erde. Geile Sache.

Keine gute Idee: Umrundung der Insel mit dem Fahrrad

Am nächsten Tag bin ich dann mit dem Bike in die andere Richtung gefahren und wollte die Insel über den Ostweg erkunden – es war kein großer Fehler, aber es waren deutlich längere Strecken als gedacht. Den Weg habe ich mir mit einem netten Begleiter aus der Schweiz geteilt – so konnten wir uns immer gegenseitig motivieren die Berge und langen Strecken zu überwinden. Unterwegs trafen wir Angler, denen wir eine Weile zugeschaut hatten. Sie standen mit einer Angelleine und Haken ohne Angel direkt an den Klippen und haben dort tatsächlich auch Fisch gefangen. Hier möchte ich mal die Gastfreundlichkeit loben! Die Fischer haben den frischen Fisch direkt vor Ort gegrillt und uns mit einem Lächeln angeboten, kostenfrei. Gastfreundschaft halt. Super Sache!

Ana Kakenga - Zwei fensterhöhle auf der Osterinsel (Chile) © PhotoTravelNomads.com

Ana Kakenga – Zwei Fensterhöhle auf der Osterinsel (Chile) © PhotoTravelNomads.com

Das Wetter auf der Osterinsel im April

Hin und wieder mussten wir Schutz vor dem immer wieder einsetzenden Regen suchen. Als wir dann aber letztendlich doch klitsch nass waren, war es uns auch egal und wir haben uns voll in die Brandung gestellt und ließen die Wellen über uns einschlagen. Nass waren wir ja eh schon – jetzt dann halt nur komplett! In den ca. 8 Stunden die wir unterwegs waren sind uns ca. 3 Autos entgegenkommen – ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube eins davon sogar 2 x – hier ist alles so ruhig.

Osterinsel Brandung © PhotoTravelNomads.com

Osterinsel Brandung © PhotoTravelNomads.com

Moai Statuen im Nord der Osterinsel

Die Moais im nördlichen Teil der Insel sind schon echt beeindruckt, nicht nur wegen ihrer Größe und Anordnung sondern auch aufgrund ihrer Story. Diese muss man sich anschauen, das ist einfach ein Muss! Wir sind übrigens kurz vor Schließung der offiziellen Wege angekommen und durften quasi noch rein, obwohl der der Wachmann Feierabend machen wollte. Als wir wieder am Ausgang ankamen war hier alles zu und der Wachmann weg. Hätten wir das gewusst, wären wir von vornherein später gekommen und hätten uns das alles mal im dunkeln angeschaut.

 

Ahu Tongariki

Die große Moia-Reihe „Ahu Tongariki“ bei Poike im östlichen Teil der Insel ist eine Zeremonie-Stätte und unglaublich beeindruckend. Ursprünglich standen hier mal 33 Moais Statuen auf einer Breite von 215 Metern. Durch Kriege und Überschwemmungen sind diese jedoch immer wieder verändert worden. Ich frage mich ja echt wie so ein Moai weggespühlt werden kann – immerhin wiegen die großen bis zu 90.000kg !

Übrigens: Die Moai Statue (ich) ganz links, steht gute 100 Meter vor den echten Moais Statuen, sodass der Größen-Effekt funktioniert.

Ahu Tongariki Moai Statuen auf der Osterinsel / Rapa Nui - Chile © PhotoTravelNomads.com

Ahu Tongariki Moai Statuen auf der Osterinsel / Rapa Nui – Chile © PhotoTravelNomads.com


Osterinsel Reisebericht: Ahu Tongariki auf Rapa Nui

Osterinsel Reisebericht: Ahu Tongariki auf Rapa Nui

Direkt davor ist übrigens die „Hotu-iti Bucht“. Wer also mit dem Boot vorbei schauen will – hier ist eine gute Stelle zum Anlegen und nächtigen. Wenn ich irgendwann mal Millionär sein sollte, dann komme ich hier her und mache Urlaub in meiner Yacht, dann gibt es wieder einen schönen Text für meinen Osterinsel Reisebericht.

 

Rano Raraku – Moai Statuen am Vulkan

Rano Raraku ist ein schöner und kleiner Vulkan mit einem Kratersee im Inneren. Nicht ganz so hoch wie Rano Kau aber dennoch ein Besuch wert, denn am Fuße des Vulkans stehen Unmengen von Moais und unter anderem auch El Giganto – der 21,6 Meter große Moai der noch im Felsen steckt und noch nicht fertig „gebaut“ wurde. In Rano Raraku gibt es 397 Moai in verschiedenen Stadien der Entwicklung  und es scheint als ob die Bildhauer abrupt Ihren Arbeitsplatz verlassen hätten.

Rano Raraku ist die Quelle für die Steinfiguren, hier wurden also alle aus dem Fels herausgeschlagen und abtransportiert.

Moai Statuen bei Rano Raraku Moai Statuen auf der Osterinsel in Chile © PhotoTravelNomads.com

Moai Statuen bei Rano Raraku Moai Statuen auf der Osterinsel in Chile © PhotoTravelNomads.com


Osterinsel Reisebericht: El Giganto Moai (21,6 Meter) auf Rapa Nui

Osterinsel Reisebericht: El Giganto Moai (21,6 Meter) auf Rapa Nui

Der Rückweg war ziemlich anstrengend aber wir waren noch rechtzeitig zurück um frisch geduscht in einem Restaurant der Stadt einzukehren und den Abend mit einem kühlen Bier unter Sternenhimmel ausklingen zu lassen.

Osterinsel Reisebericht © PhotoTravelNomads.com

Osterinsel Reisebericht © PhotoTravelNomads.com

 

Zum Thema „im Dunkeln“. In Chile, insbesondere in der Atacama Wüste und auf Rapa Nui ist es nachts so hell, dass man nachts ohne Probleme und ohne Licht auf der Straße laufen kann. Die Sterne sind so hell und es gibt so unglaublich viele, dass es wie eine schwache Taschenlampe alles beleuchtet. Schaut Euch diesen Nachthimmel an…. eine unwirkliche Wahrheit!

 

Stadtfest auf der Osterinsel

 

Zu erleben gab es auch ein Stadtfest. So wie ich es verstanden habe, gibt es nur wenige große Familien auf der Insel und 1 x im Monat ist eine Familie dran und kocht für die ganze Stadt. Durch die Connection zu unserer Hostel-Mutter haben wir dankend eine Einladung erhalten und durften uns das ganze mal anschauen. Sie backen Kartoffeln in Erdlöchern, die sie vorher ausbuddeln und dann mit Silberfolie abdecken. Dazu gab es Fleisch, Gemüse und Tee. Das Fest war jetzt nicht so sonderlich authentisch, sie hatten eine Band mit Verstärker und alle Locals hatten Sonnenbrillen, Hütte und bunte Hemden an – aber ich könnte mir das Fest auch gute 500 Jahre früher vorstellen – das wäre sicherlich noch etwas interessanter gewesen.

 

Mir fällt gerade noch ein, dass ich auf meiner ersten Entdeckungstour mit dem Fahrrad immer wieder riesigen Bullen, Kühen und Pferden begegnet bin an denen ich mich leise vorbeigeschlichen habe.. aber an dieser Stelle möchte ich euch den Tipp geben: Seid nicht leise, seid lieber laut! Tiere denken ganz simpel und denken: Nur ein Feind schleicht sich an. Passiert ist nichts, aber wer weiß… so ein Bulle ist gut 8x so schwer wie ich es bin und würde mich ganz sicher umhauen können.

Osterinsel Radtour © PhotoTravelNomads.com

Osterinsel Radtour © PhotoTravelNomads.com

 

Leider endet hier mein Osterinsel Reisebericht und auch meine Chile Reise und ich trete nun den Rückflug nach Deutschland an. Chile, vielen Dank – es war schön bei Dir, eine unglaubliche Zeit liegt hinter mir und ich komme ganz sicher wieder!

Chile Reiseblog:

Das war mein Chile Reisebericht #13 – und leider der letzte meiner Chile Reise.

1. Der Beginn meiner Chile Rundreise: Santiago, Cerro San Cristobal & Bellavista
2. Maipu Street & das Schiffswrack in Punta Arenas
3. Punta Arenas Whale Watching Tour mit WhaleSound
4. Der Startpunkt zum Torres del Paine: Puerto Natales
5. Sturm & gigantische Landschaften im Torres del Paine & Grey Glacier
6. Das Erdbeben in Chile – Erdbeben Erfahrungsbericht
7. Regen in der Atacama & der Sternenhimmel
8. Laguna Cejar – die Lagune in mitten der Wüste
9. Tagesausflug Geyser del Tatio
10. Meteoritenmuseum 
11. Bike Tour in San Pedro de Atacama
12. Sand Boarding im Death Valley der Atacama Wüste
13. Vulkanwanderung zum aktiven Vulkan Lascar
14. Tal des Mondes – Sonnenuntergang am Moon Valley 
15. Salar de Uyuni Tour in die Salzwüste von Bolivien
16. Die Osterinsel Rapa Nui – Moais und die Höhle zum Meer

 

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Fazit zur Osterinsel

Die Osterinsel war bisher mit Abstand einer der interessantesten Orte, die ich jemals besucht habe. So abgelegen, so anders und die Geschichte der Insel so unglaublich. Die Moais, die Steinköpfe der Osterinsel sind riesig und beeindruckend zugleich. Die Zweifensterhöhle war zwar schwer zu finden, aber definitiv eine Must See Sehenswürdigkeit auf Rapa Nui. Ich würde gern wieder kommen und meinen Osterinsel Reisebericht noch etwas fortführen.

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