Die Avatar Mountains in China – Zhangjiajie National Forest Park

By 19. Oktober 2015China, Reiseberichte

Der Zhangjiajie National Forest Park sollte das Highlight unserer China Reise werden, denn hier stehen neben dem größten Outdoor-Fahrstuhl der Welt (Bailong Elevator) die berühmten Avatar Mountains. Aber das Reisen in China ist kompliziert. Überall diese einheimischen Touristenmassen, die komplizierten Schriftzeichen und die Kommunikationsprobleme. Wer hier reisen möchte sollte Geduld und Verständnis mitbringen. Dann klappt es auch ohne Stress.

Avatar Mountains in China

Diese riesigen Felsen sollen James Cameron zum Film „Avatar“ inspiriert haben.

Der Zhangjiajie National Forest Park ist ein Areal in der Wulingyuan Scenic Area in der es etwa 3.100 von diesen Sandsteinpfeilern gibt. Diese Sandsteinpfeiler nennt man mittlerweile Avatar Mountains. Manche davon bis zu 800 Meter hoch! Wir haben die Berge außerhalb der Chinesischen Ferien Mitte Oktober besucht, damit es nicht so voll ist. Übernachtet und als Startpunkt haben wir die Stadt Zhangjiajie genutzt.

Anreise mit dem Bus

Es gibt zahlreiche Busse die aller paar Minuten vom Busbahnhof von der Stadt Zhangjiajie abfahren. Der Busbahnhof liegt neben dem Zug-Bahnhof mit dem du wahrscheinlich bereits angekommen bist. Für die knapp 30km Strecke haben wir 12 CNY bezahlt und mussten nicht umsteigen.

Die Avatar Mountains in der Wulingyuan Scenic Area

Fingerabdruck-Scan am Eingang

Der erste Schock: Eintritt 245 ¥ pro Person (160¥ Discount Price für Studenten etc.) (Low Season Dezember-Februar 136¥/82¥) – jedoch ist der Pass gültig für 4 Tage. Wenn man die 4 Tage voll ausnutzt, dann ist es ein guter Preis – wir hatten allerdings nur einen Tag eingeplant und es gibt keinerlei Tagestickets. Schade! Dafür gibt es für umgerechnet 7 Euro mehr ein Jahresticket.

Der zweite Schock: Die Eintrittskarten (digitale Chipkarten) werden mit dem Fingerabdruck verbunden, sodass man auch nicht auf die Gedanken kommt, seine Eintrittskarten weiterzuverkaufen. Ich gebe ja total ungern Fingerabdrücke, wer weiß was sie damit alles machen können.

Aber davon durften wir uns nicht abschrecken lassen. Auf ging’s – quer durch den Park fahren Unmengen von Bussen, also rein in den Bus und abgeht’s. Da wir durch den Osteingang in den Park sind, war der erste Stopp am berühmten Bailong Elevator Fahrstuhl – er ist der größte Outdoor Fahrstuhl der Welt.

Größter Fahrstuhl der Welt

Quetsch Dich rein: Der Bailong Elevator
(Chinesisch: 百龙)

Der Bailong Elevator ist der wohl krasseste und größte Outdoor-Fahrstuhl der Weltzumindest so wird er angepriesen. Er ist 326 Meter hoch und befördert täglich bis zu 18.000 Personen von unten nach oben. Er ist an einer Steilwand an einem der Sandpfeiler-artigen Berge im Nationalpark gebaut und wirkt von außen ziemlich interessant.

Der dritte Schock: Die Auffahrt mit dem Fahrstuhl kostet nochmals 70¥ pro Person (One Way). Eigentlich nicht viel Geld, (10€) aber wenn man bedenkt, dass man dafür eine Stunde ansteht um sich dann mit gefühlten 30 Personen für 25 Sekunden in einen Fahrstuhl zu zwängen der lediglich eine Glasfront hat – etwas mau. Und die Aussicht ist ohnehin ohne Scheibe vor den Augen viel besser – dafür stehen ja ausreichend Aussichtspunkte im Naturschutzpark bereit.

Zu den Avatar Mountains gehts immer der Menge hinterher

Von dort sind wir dann mit den Shuttle-Bussen zu den Avatar Mountains gefahren. Du kannst dich nicht verlaufen: folge den Chinesischen Massen und du wirst fündig. Ich will gar nicht daran denken, wie voll es hier sein muss, wenn die Chinesen Ferien haben. Die Chinesen bereisen unglaublich gern ihr eigenes und wunderschönes Land. Regelmäßig kommen hier Hotels und Busverbindungen an ihre Grenzen. Wir sind Mitte Oktober hier her gereist und es war meiner Meinung nach jetzt schon unerträglich.

Avatar Mountains

Die Avatar Mountains, so wie die westlichen Touristen sie nennen sind gewaltig. Ein Naturspektakel der Superlative. Hier würde ich gern bleiben wollen, mich stören nur die Unmengen an Selfie-Sticks und die 3.000 sich immer wieder selbst fotografierenden Chinesen um mich herum. Ich bin echt komplett anders als die Einheimischen. Ich suche die Ruhe, vielleicht auch etwas die Einsamkeit, ich genieße die Landschaft und bei den Chinesen ist es genau andersrum. Sie reisen zu den Sehenswürdigkeiten um sich in diversen lustigen Posen in 10facher Ausführung selbst davor zu fotografieren, dabei ist es auch nicht wirklich wichtig, dass man die Sehenswürdigkeit noch im Bild hat, sondern einzig und allein die Pose und das Lächeln muss stimmen. Sie reisen in riesigen Gruppen mit einem Guide durch den Park, jeder hat eine Kamera, jeder zweite ein Selfie-Stick und es plärrt immer lautstark durch die Megafone der Guides… wie gruselig!

Avatar Mountains

Avatar Mountains

 

Du musst den Shuttle-Bus an der Haltestellen anhalten!

Der Shuttle-Bus im Park fährt im 10 Minuten-Takt, das klappt ziemlich gut. Wenn man jedoch alleine an einer Haltestelle steht, dann bleiben sie nicht stehen, sie fahren einfach weiter. Also stell dich etwas auf die Straße, damit sie auch anhalten und dich wahrnehmen.

Avatar Mountains in Wulingyuan

Diese riesigen Sandsteinpfeiler sind atemraubend. Auf Ihnen wachsen Bäume und sie sehen einfach unglaublich aus. Gerade am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht, hat man hier wundervolles Licht zum Fotografieren. Ich konnte es anfangs gar nicht glauben, dass diese so riesig sind. Aber sie sind es wirklich. Es gibt zahlreiche Aussichtsplattformen im Park verteilt, den du bequem mit den Shuttle Bussen erreichen kannst. Von den Plattformen aus hast du eine super Aussicht. Die Aussicht teilst du dir zwar mit tausenden anderen Touristen, aber ich hätte nicht erwartet, dass ich die Avatar Mountains in Einsamkeit genießen könnte.

Witzige Makaken Affen im Nationalpark

Es gab aber auch ganz witzige Affen in dem Park. Diese haben sich alles geschnappt was nach Essen aussah, auch Plastiktüten und Verpackungen jeder Art haben sie sich von den Touristen gemopst. Ganz schön frech diese Affen.

Nationalpark Bewohner: Die Affen von Zhangjiajie

Nationalpark Bewohner: Die Affen von Zhangjiajie

Fazit zu den Avatar Mountains

Trotz der unzählbaren Besucher in diesem Nationalpark ist er ein China Must See. Die Natur ist gewaltig und beeindruckend. Leider kann man nicht erwarten, diese wunderschöne Natur für sich allein zu haben. Also muss man es in Kauf nehmen, dass man selbst nur einer von vielen sein wird. Wir sind also wieder zurück ins Hotel und sind an den anderen Tagen zu einem Berg mit einem riesigen Loch drin, der Tianmen Mountain. Und dann war da noch das Camping Abenteuer mit unserem Hotelmanager der uns auf eine einsame Camping-Tour in einem nicht-touristischen Viertel vom Zhangjiajie National Park mitgenommen hat. Dennoch waren die Avatar Mountains absolut sehenswert und ich würde sie gern wieder sehen.

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