Gelbaugenpinguine & Seerobben am Katiki Point in Moeraki

By 18. Februar 2016Neuseeland, Reiseberichte
Seerobbe am Katiki Point in Moeraki © PhotoTravelNomads.com

Vom Lake Pukaki war unser nächstes Ziel war Kaikoura am Katiki Point in Moerakihier gibt es den Gelbaugenpinguin. Gelbaugenpinguine sind eine der seltensten Pinguinarten der Welt, die es nur hier in Neuseeland gibt. Sie gehören wie alle Pinguine zur Gattung der Vögel, können aber nicht fliegen und sehen beim Laufen eher ziemlich unbeholfen aus. Dafür sind sie hervorragende Schwimmer und irgendwie niedlich anzusehen. Zu sehen gab es zudem auch faule Seerobben, direkt vor unseren Füßen.

Moeraki und die Gelbaugenpinguiene

Moeraki liegt in Otago auf der Südinsel von Neuseeland und ist für seine Moeraki Boulders, die über 4 Millionen Jahre alt sein sollen, bekannt.  Aber es gibt hier auch eine Kolonie der Gelbaugenpinguine, die es nur im südlichen Neuseeland sowie auf den Aucklandinseln und der Campbellinseln gibt. Wir sind gespannt ob wir sie zu Gesicht bekommen.

Unsere Unterkunft

Vom Lake Pukaki sind wir entspannte 3 Stunden nach Moeraki gefahren und gegen späten Nachmittag am Moeraki Boulders Kiwi Holiday Park Camping Platz angekommen. Leider gab es keine Stellplätze mit Stromanschluss mehr, also mussten wir mal wieder ohne Strom auskommen. Leider war es auf der Hinfahrt etwas schwierig mit nur einem USB-Adapter in unserem kleinen Volkswagen Campervan die Elektrogeräte aufzuladen, naja – wir werden es überleben.

Perfekter Camping Platz für Familien

Der Camping Platz war ein Paradies für Kinder: aufgebaut wie ein Spielplatz mit Geräten und Gerüsten, unmittelbar am Strand. Wäre das Wetter besser gewesen hätte man hier noch etwas länger aushalten können. Da wir selbst aber kinderlos und nicht mehr im Schulkindalter sind, konnten wir uns an den Klettergerüsten nicht erfreuen und haben Dank der Tipps vom Betreiber des Camping Platzes von den Moeraki Boulders erfahren, die wir noch am selben Abend besucht hatten. Am nächsten Morgen wollten wir super früh aufstehen und zu den Pinguinen fahren, denn diese sind nur morgens und Abends am Festland, da sie tagsüber auf Fischfang auf See sind.

Katiki Point

Gelbaugenpinguine am Katiki Lighthouse

Wir sind extra früh aufgestanden, es war noch dunkel und unser kleiner Volkswagen Camping Van verfügt nur über 2 Lichtstufen: Fernlicht oder Standlicht und das Standlicht ist in etwa genau so effektiv wie eine Kerze und beleuchtet demnach nicht mal 10cm in Blickrichtung. Also sind wir mit Fernlicht gestartet und haben beim Ausparken höchstwahrscheinliche alle Zelt-Camper wachgemacht, als wir ihre Zelte durchleuchtet haben.

Katiki Lighthouse

Dafür waren wir die ersten am Katiki Point. Hier steht ein kleiner Leuchtturm, der „Katiki Lighthouse“ welcher jedoch durch einen Zaun abgetrennt ist und daher weniger fotogen ist.

Katiki Lighthouse in Moearaki

Katiki Lighthouse in Moearaki

Seerobben

Im Zickzack-Lauf vorbei an den Seals

Es gibt nur einen Weg am Katiki Point, der sich dann jedoch in 2 weitere aufteilt. Der Weg der nach Links führt, führt in eine Holzhütte, die als Aussichtspunkt mit Ferngläsern dient – gesehen haben wir von hier jedoch nichts. Der andere Weg führt zur Inselspitze von Katiki und entlang der Wege kann es auch schon mal passieren, dass chillende Seerobben im Weg liegen, die sich jedoch nicht drum kümmern, wenn man an ihnen vorbei läuft. Dennoch sollte man einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten, denn die mächtigen Seerobben können auch gefährlich werden, besonders wenn sie Jungtiere dabei haben.

Seerobben am Katiki Point in Moearaki

Seerobben am Katiki Point in Moearaki

Gelbaugenpinguine – erst einer, dann gleich mehrere!

An einem Zaunstück halten wir Ausschau. In Weiter ferne sind keine Gelbaugenpinguine zu sehen, obwohl sie doch hier so zahlreich sein sollen.

Ich stehe direkt am Zaun und lasse meine Augen über die Küstenregion in gut 50-100 Metern Entfernung alles abscannen und sehe „nur“ Seerobben und Vögel. In dem Moment als ich weiterlaufen will, schaue ich mehr oder weniger auf den Boden, direkt vor mir hinter dem Zaun in ca. 1m Entfernung steht ein Pinguin mit gelben Augen und starrt mich an. Völlig Regungslos und wenig von mir beeindruckt schaut er was ich mache. Gleich daneben offensichtlich ein Weibchen in Brutstellung. Da sind sie also, die ersten Pinguine mit gelben Augen und dann auch noch so nah – unglaublich! Wir hatten also doch mal Glück und haben sogar mehrere Gelbaugenpinguine gesehen.

Gelbaugenpinguin am Katiki Point

Gelbaugenpinguin am Katiki Point


Gelbaugenpinguine am Katiki Point

Gelbaugenpinguine am Katiki Point

Wir folgen dem Weg zur Inselspitze und müssen immer wieder an diesen mächtigen Seerobben vorbei. Die großen Seerobben hängen hier friedlich rum vergnügen sich hin- und wieder im Wasser. Es ist windig, kühl und ungemütlich also machen wir uns langsam auf den Rückweg.

Fazit

Wir haben 5 Gelbaugenpinguine am Katiki Point gesehen, die anderen sind auf Fischfang gewesen. Oder sie haben sich einfach zu gut versteckt. Unzählige Seerobben liegen hier auf den Wanderwegen rum und es war es wert so früh aufzustehen. Vielleicht sind am Abend mehr Pinguine hier, aber Abends mussten wir bereits nach Bluff in den Süden der Insel fahren. In Bluff erwartete uns das Shark Cage Diving – eine Tauchtour im Stahlkäfig an der Stewart Island gebucht hatten.

Moeraki Katiki Point

Moeraki Katiki Point

Neuseeland

Emerald Lakes

Fiji

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